Farmarbeit

Mittwoch, 24.06.2020

Nachdem ich knapp drei Wochen nach einem Job gesucht habe, habe ich einen Job als Farmhand auf einer Getreidefarm bekommen. Dort habe ich die letzten 10 Wochen gearbeitet. Ich habe verschiedene Arbeiten von Schweißen und Flexen bis zum Fahren von Traktoren mit bis zu 570 PS verrichtet. Die Farm war die größte Farm in Western Australia mit knapp 200.000 Hektar, das ist von der Fläche her deutlich größer als Berlin.

Dort angekommen hieß es die ersten zwei Wochen erstmal Quarantäne, damit kein Backpacker Covid-19 mit auf die Farm bringt. Nach den zwei Wochen ging es dann auf eine der vielen Höfe der Farm, wo wir auch unter Quarantäne waren, also uns war es nicht erlaubt in den nächsten Ort zu fahren. Dafür war aber auch keine Zeit, da wir immer 13 Tage am Stück 10 bis 15 Stunden pro Tag gearbeitet haben. Dann gab es einen Tag frei und dann wieder 13 Tage am Stück durcharbeiten.

Dort habe ich auch im Bezug auf das Studium etwas gelernt. Im Punkt Maschinenauslastung, da die Traktoren 24 Stunden am Tag liefen und soweit es keine Zwischenfälle gab auch wirklich 13 Tage hintereinander, dass jetzt bei der Aussaat für knapp drei Monate am Stück. Man merkte, wie das wichtigste war, dass die Traktoren liefen und viele Hektar säen. Da war der Mensch an zweiter Stelle, da so ein Traktor mit Gespann auch mal bis zu einer Million Euro gekostet hat. Davon hatten wir auf der Farm 13 Stück und haben in 8 Wochen über 100.000 Hektar gesät, dass ist von der Fläche her knapp 2/3 von Berlin.